nebel

leise streifen sonnenfetzen
die zerrüttete seele der verendenden nacht


steigende schwaden im blaßblau
das mich endlich traurig macht


im feucht-herbstlichen regenschauer
rosten wald und flur dahin


stirbt meine hoffnung wohl auf dauer
sommerträume verweht vom wind


und wie ein unvorhergesehener tod
trifft mich der wandel der natur


zauber der wälder im fürstlichen rot
in wenigen tagen kahle skelette nur


ab und zu der schleier sich noch senkt
tiefes sammeln zum entscheidenden schlag


die buche vorm haus hat ein goldenes blatt mir geschenkt
zur heimlichen erinnerung an einen novembertag

doch kein nebel der welt erstickt diesen traum
auch wenn er mich jetzt traurig stimmt


wir wissen beide ich und der baum
der nächste frühling kommt bestimmt